Baupfusch an Drainage und Abdichtung !

Augenscheinliche Mängel an der Bitumenabdichtung:

  • Kein ebener Untergrund
  • Anordnung der Bitumennähte gegen den Wasserlauf
  • Nicht ausreichend verklebte Übergänge - teilweise zu geringe Wärmezufuhr (Brenner); daher Bitumenwulst nicht erkennbar 
  • Nichteinhaltung der Regelüberdeckung (Überlappungen)
  • Im unterem  Bereich keine Bitumenverspachtelung bzw. Anpressleiste gegen Hinterläufigkeit - daher Feuchtigkeitseintritt bei aufsteigender Feuchtigkeit bzw. Schichtenwasser!
  • Beschädigungen an der Abdichtung
  • Flickenteppich, kaum ganze Bahnen von oben nach unten zu erkennen!

Die hier besichtigte Bauwerksabdichtung sollte ursprünglich nach DIN 18195- Teil 6 (druckwasserdichte Ausführung /schwarze Wanne ausgeführt worden sein. Im Zuge einer Insolvenz des Bauunternehmens erlitt diese Abdichtung in den Wintermonaten 2009/10 erhebliche Frostschäden durch Wasser, welches z.B.: aufgrund von nicht sachgerechter Abdeckung des Mauerwerks (HLZ - Porotonseine) und Notpumpen für Regenwasser resultierte.

 

Das Nachunternehmen (Firma X xx Bau GmbH , Mittweida) wurde neuer GU und erklärte laut Aussage des damligen Architekten ( J. xx , Chemnitz) vor Vertragsunterzeichnung des GU – Vertrages - verteten durch Herrn Z xx, dass sein Unternehmen die Baustelle nur unter der Vorraussetzung weiterführt, dass sein Unternehmen keine Gewährleistung für den durch die Firma Sxx errichteten Keller übernimmt.

 

Die vorhandene Abdichtung soll zum Zeitpunkt des Abschlusses des GU-Vertrages mit der Firma X xx Bau GmbH mangelhaft und unvollständig, teilweise auch mit Frostschäden stark beinträchtigt gewesen sein!

 

Der Architekt stimmte mit Herrn Z xxx die Bauwerksabdichtung wie folgt ab:

 

  • Mängelbeseitigung und Vervollständigung der vorhandenen Abdichtung, um anschließend eine zusätzliche komplette Lage Bitumenschweißbahn aufzuschweißen.
  • Bei ordnungsgemäßer Erbringung wäre der geschuldete Leistungsumfang entspr. der Baubeschreibung Abdichtung Kellermauerwerk „STILHAUS“ erbracht.

Baupfusch an der Abdichtung - Schwelle / Wintergarten

Zudem soll der Architekt der Bauherrenschaft, dringlich davor abgeraten haben keinen Gewährleistungsausschluß für die Abdichtung des Kellermauerwerkes zu akzeptieren.

 

"Das Problem aktuell: " Im Juni 2011 erfuhren wir, während eines Telefonates mit dem Unternehmer, dass ein entspr. Schriftstück mit der Unterschrift von der Bauherrin existiert."

 

In diesem Zusammenhang noch weitere Ausführungen seitens des Architekten im Bezug auf die Drainage:

 

Während der Bauzeit anläßlich einer gemeinsamen Ortsbegehung informierte man den Architekten, durch den Bauleiter Herr xxx, dass zusätzlich (nicht im Lieferumfang STILHAUS) eine Drainage bereits verlegt worden sei!

 

Ah ha - jetzt wird es spannend, denn hier erfolgte eine Planung seitens des GU ohne Absprache und entgegen der Bauausschreibung/Forderung!

 

Hinweis: Bitte die mit * gekennzeichneten Felder ausfüllen.

Augenscheinliche Mängel an der Bitumenabdichtung/Fusspunkt:

  • Nicht ausreichend verklebte Übergänge - teilweise zu geringe Wärmezufuhr (Brenner); daher Bitumenwulst nicht erkennbar
  • Nichteinhaltung der Regelüberdeckung (Überlappungen)
  • Im oberen Bereich keine Bitumenverspachtelung bzw. Anpressleiste gegen Hinterläufigkeit
  • Fehlstelle an der Abdichtung - unterhalb der Schwelle im X-zel! 

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  • #1

    Max (Donnerstag, 25 August 2011 01:31)

    Mal ehrlich, das sieht doch ein blinder mit Krückstock, dass die Abdichtung keine Bohne taugt. Die gehört nochmals abgeklebt und Anprssleisten angedübelt. Eine Drainage ist nach doppelter Schweißbahn G200 nicht mehr nötig, denn die erste Lage wird neu aktiviert!

Baupfusch verursacht Feuchtigkeit im ganzen Keller!

Augenscheinliche Mängel an der Drainage 

  • Kein gleichmäßiges Gefälle
  • Kein Filtervlies im Bereich der Sicke
  • Suboptimales Anfüllmaterial
  • Anordnung der Drainage 
  • Dimensionierung der Drainage

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  • #1

    MAx (Donnerstag, 25 August 2011 01:48)

    Die Drainagerohre wurden mittels Vlies direkt umwickelt, da muß man sich nicht wundern, dass die Drainage nicht funktioniert. Und bei der Geometrie ist eine druckwasserdichte Abdichtung das einzig gescheite.

Diese Festellung wird durch nachfolgende Aussagen und Dokumentation nachhaltig bestätigt:

 

Dem Architekten war weder das Nachtragsangebot bekannt, noch dessen Bestätigung seitens der Bauherrn. Er hatte laut eigener Aussage die Verlegung der Drainage nie gesehen, noch abgenommen.

 

"Prinzipiell ist es nach DIN 18195 möglich, bei wenig durchlässigen Böden gegen Bodenfeuchte bzw.nichtstauendes Sickerwasser statt aufstauendes Sickerwasser abzudichten, sofern eine Drainage eingebaut wird. Aber diese muss der DIN 4095 entsprechen - und hier gehts los! "

 

Das Fehlen der Spülschächte wurde seitens der Architekten scheinbar sofort angemahnt, jedoch erklärte der damlige Bauleiter Herr xxx, dass diese Spülschachte im Zuge der Geländeregulierung und nach Begleichung der Nachtragsrechnung nachträglich noch eingebaut werden!

 

Es stellt sich aus Sicht der Bauexperten Ritter, nur noch folgende Fragen:

  1. Wie kann es sein, dass eine augenscheinlich mangelhafte Abdichtung gegen drückendes Wasser nicht in der Lage ist, zumindest als Abdichtung gegen Bodenfeuchte bzw.nichtstauendes Sickerwasser zu funktionieren?
  2. Wie kann sich hydrostatischer Druck aufbauen, wenn eine Drainage nach DIN 4095 geplant und ausgeführt worden ist?
  3. Welche Gründe liegen vor, dass die Gewährleistung ausgrenzt werden müßte, denn letztendlich wurde seitens des GU die Planung der Abdichtung nachträglich geändert, obwohl die Qualität nicht nach Stand der Technik ausgeführt wurde und Ausführungsmängel offensichtlich waren?

FAZIT:

Die damalige Drainage ist weder nach DIN 4095 geplant noch ausgeführt worden, so dass die Funktion nicht gewährleistet war. Dies ist als Hauptursache für den Feuchteintritt in den Kellerräumen zu benennen und geht zu 100% zu Lasten des GU.

Grund:

Das Unternehmen (GU) hat die Planung und Ausführung selbst vorgenommen.

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  • #1

    MAx (Donnerstag, 25 August 2011 01:34)

    Die Eigentümer sind selber schuld, wenn die nicht auf Ihren Baugutachter hören. Und ohne Gewährleistung eine Keller abdichten zu lassen ist ja total beklopt, die haben anscheint zuviel Geld und nichts im Kopf! Die Firma ist anscheint aus dem Osten - billig und schnell kaputt.

Ritter - Sachverständiger für Bau
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